In eigener Sache

Montag, 12. Juli 2010 at 12:09 am

Ja, ich bin ein grundsätzlich glücklicher  Mensch, in grossen Teilen eins mit mir, liebe mein Zuhause, mag die Menschen, die hier ein und ausgehen, liebe meine Arbeit, liebe die Kids….

Wenn da nicht der grosse goldene Drachen wäre….

Er ist mir vor Jahren in einem von Friedrich Nietzsches alten Büchern erschienen und hat mich augenblicklich zutiefst beeindruckt.

Im eigentlichen Sinn des Wortes: Ein Druck.

Der Drache ist riesig, furchteinflössend schön und hat ganz viele kleine goldene Schuppen und auf jeder dieser Schuppen ist eingraviert: „DU SOLLST!“ Das war früher….

Heute, im Zeitalter der vermeintlichen Freiheit und Individualität wird die Gravur auf den Schuppen des Drachen vermutlich im Konjunktiv schillern: „DU SOLLTEST…“.

Möchtest du teilhaben an der furchteinflössenden Schönheit des Drachen, musst du dir den Be-sitz einer goldenen Schuppe sichern: PRIVAT (lateinisch: Privatus=Geraubt!) und dann geht’s los:

Du SOLLTEST  haben! Nämlich das was du nicht hast. Du bist immer zu wenig, denn du SOLLTEST schon das sein, was du nicht bist. DU SOLLTEST schöner sein, erfolgreicher sein, ein besserer Liebhaber sein, mehr Geld haben, mehr Reisen, mehr….du bist niemals genug…

Ein Rad dreht sich in unseren Gedanken, welches nur die Vermehrung der Grundbedürfnisse im Sinn hat, keineswegs das Wachsen darüber hinaus.

Es ist die Schwingung dieses Drachen, die uns ergreift. Wir werden geblendet von den goldenen, leuchtenden Schuppen, glauben der Gravur und strengen uns wahn-sinnig an, um das „ Du SOLLTEST“ zu befriedigen und so die Illusion mit zu nähren, ein Teil des goldenen Drachen zu sein.

Seine Gegenwart ist überall spürbar, seine Ausdünstung enorm.

Und er tötet. Er ist ein Reptil, kalt und unberechenbar, er will fressen und einverleiben, angreifen und verteidigen.

Er lebt von unserer geblendeten Hingabe, unserer Aufmerksamkeit und unserer Energie, die wir ihn in investieren.

Es ist aber alles nur in unserem Kopf. Auch der Drache. Er exisistiert nur durch das Feld, welches wir nähren.

Er ist eine Illusion, eine sich selbständig gemachte, riesige, erfundene Kreatur.

Also, was tun, um ihm zu wiederstehen, oder noch besser, ihn nicht mehr so wichtig sein zu lassen?

Wir sollten uns unserer alten Drachen besinnen, die durchaus noch heute , wie zum Beispiel in China ihre Wirkung ausbreiten. Sie sind wild, frei, schillernd und individuell und stehen symbolisch für Glück, Liebe, Frieden, Freiheit und….. für das Kindliche in uns. Wo sie zu finden sind?

Auch in euren Köpfen und im Sehnen eures Herzens. Nur eine Frage des Blickwinkels.


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von eeva

Ein Plädoyer für die Sehnsucht und fürs Herz

Sonntag, 27. Juni 2010 at 9:48 pm

Wir alle kennen die Sehnsucht. Sie ist das grosse Bestreben des Menschen zu transzendieren, mehr zu werden, über sich hinauszuwachsen. Die Bemühungen sind manigfaltig, die einen versuchen sie mit materiellen Gütern, andere über die Sexualität, Partner, Kinder, Reisen, Religion, etc. zu befriedigen. Mit bedingtem Erfolg. Diese Dinge sind lediglich Anreiz auf dem Weg, nicht die Vollendung.

Die Sucht im Wort „Sehnsucht“ oder auch im Wort „versuchen“, zeigt, dass das Wort Sehnen auf der Strecke bleibt um sich danach sehr schnell wieder zu melden, nur um wieder durch Sucht vorübergehend stillgelegt zu werden. Es ist ein teuflischer Kreislauf, ein Treten an Ort und Stelle, logisch stellen sich nach einer Weile frustrierende Gefühle, oder auch Resignation ein!

Was genau strebt also die Sehnsucht im Menschen wirklich an? Vielleicht eher ein Näherkommen zu sich selbst, eine Art von Heimkommen in seinem eigenen Universum? Gewissermassen ein sehnsüchtiges Finden? Sobald nämlich dünkt mich, das Finden anfängt, öffnet sich das eigene Universum und wir finden noch viel viel mehr!

Ich empfehle in diesen Zeiten Freundschaft und Austausch. Liebevolles Wissen drum, dass jeder zu seinem Universum kommen kann, wenn er sein Herz fragt. Genügsamkeit auf gesellschaftlicher Ebene ist angesagt, nicht durch mühsames Erzwingen, sondern um das Gewaltfeld zu verlassen und ins Feld der Liebe und wahren lustvollen Zusammenarbeit einzutreten.

Man glaubt kaum, wie viel Spass, Freude und Action zu erleben ist, ohne dass wir viel Geld, Platz oder Technik dafür brauchen. Zeit und Aufmerksamkeit reichen.

Der Sitz des Sehnen ist seit ewigen Zeiten das Herz, darum liegt hier auch die Pforte zu unserem eigenen hochgradig interessanten Universum.

Freundschaft ist als Einladung in des anderen Universum anzusehen, als Austausch um sein eigenes zu erweitern, weil alles schon da ist und lediglich gefunden werden muss. Freundschaften sind Taschenlampen für unser eigenes Universum, um auch die hintersten und dunkelsten Orte in uns zu erforschen.

Es ist alles in unseren Köpfen (mindfucking-program!), die Evolution regiert nicht über uns, wir gestalten sie mit. Die Schöpfung hat uns kreiert und wir beeinflussen durch unser Handeln wiederum die Schöpfung. Wenn wir bloss erkennen könnten, dass wir Götter und Göttinen sind!  Wir brauchen eigentlich keine wirkliche Führung, sie liegt in uns drin. Warum glauben wir der Stimme, die uns sagt, dass wir nichts sind ohne Geld, Ansehen, Aussehen, etc.? Wir sind ein Universum perfektfunktionierender Abläufe und Zusammenarbeiten in uns drin und somit vollständig und ganz, genau so wie wir sind, es fehlt nichts! Es ist alles wichtig und richtig so wie es ist.

Ein Ratschlag an die Menschen, der im Moment so von höheren Spären ruft:

Dringend Integrieren statt Separatisieren und das auch noch mit Feingefühl, so dass jeder Kreatur so einigermassen wohl ist!

Schwierig oder sogar unmöglich? Mitnichten!

Schwierig sind nur wir selber, weil wir das Problem ausschliesslich mit den Köpfen lösen wollen. Es ist aber das Herz, dass hier die Richtung angibt.

Das Herz verzeiht und versteht immer, ausser es wird durch den Intellekt daran gehindert. Dann leidet es und hält die Klappe, bis es früher oder später aufgibt, versteinert oder zusammenbricht und den Rest des Menschen dabei hinterherzieht.

Angesichts der globalen Krisen, die schon stattgefunden haben, gerade stattfinden oder noch stattfinden werden, ist es aber eine wirklich massgebliche Aufgabe aller Menschen, das Herz endgültig wieder vollständig einzubeziehen und aktiv an der Gesellschaft teilnehmen zu lassen, statt es in den Privatbereich zu schieben.

Wer dazu noch mehr wissen will, hier eine kleiner Einblick in Methoden, dem Herz wieder deutlichere Aufgaben zukommen zu lassen! Good luck!

http://www.coherence-cardiaque.ch/herzintelligenz.php

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von eeva

In der Mitte

Freitag, 28. Mai 2010 at 9:14 am

“Da stehen die, die woanders keinen Platz gefunden haben oder zu faul sind, von da wegzugehen, wo man sie abgestellt hat. Von dort aus frönen sie der Ausgewogenheit und der gemässigten Anschauung, Fortschritt und Wachstum im Sinn, Ordnung und Besonnenheit im Herzen und derbe Kost im Bauche.

Und sie kämpfen für die Freiheit, und zwar für die, die s i e meinen. Die Mitte, das ist der Platz des ewigen Enkels, ein wahrhaft öder Ort, aber von anheimelnder Belanglosigkeit.”

Das Textlein ist nicht von mir sondern von Ulrich Roski, aber ganz in meinem Sinne!

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von eeva

Der Sommer beginnt

Sonntag, 23. Mai 2010 at 8:46 pm

„Du darfst die Füsse nicht mehr auf den Nachbarsstuhl legen, Anweisung vom Chef!“ meint etwas verlegen, meine Lieblingsservice-Frau in meiner Stammbeiz.
„Ich habe aber doch die Schuhe ausgezogen, es ist superschönes Wetter und ich habe das hier immer gemacht!“, meine ich, etwas gekränkt und fühle mich an die SBB erinnert. Wobei man in den Zügen die Füsse auf die Nachbarsbank legen darf, sofern die Schuhe entfernt oder eine Zeitung darunter platziert wird.
„Ich verstehe es auch nicht..“ sagt sie, „abgesehen davon hätte er es dir ja auch selber sagen können!“
Eigentlich ist es ja nicht ungewöhnliches für diese, ich sag mal „Bünzlibeiz“. Das kennen wir ja schon von Jahren zurück. Nur, dass damals noch der ängstliche Schweizer-Wirt drauf war, und sich im Endeffekt dann wieder beruhigt und in der Folge ein Auge zugedrückt hat, waren wir doch schon seit jeher seine Stammgäste.
Aber jetzt ist der Beizer der nette Mann aus der Türkei, der sich bis anhin trotz komplett überrissener Preise für mittelmässige Speisen immer entgegenkommend und angenehm verhalten hat. Dafür habe ich jeweils im Sommer beträchtlich viel Kohle in Form von Kaffee, Glacé, Süss- und sonstigen Getränken liegen lassen und auch hi und da seine teuren Menues verzehrt und ihn verteidigt, wenn sich wiedermal jemand beklagt hat.
Hat die Stadt, die sich selber Kaufstadt nennt, nun auch ihn erreicht mit ihren langweiligen Forderungen nach Gleichbrei und Ordnungswahn, oder nagt an ihm die Angst vor der Tatsache, dass er, will er an seinem grössenwahnsinnigen Standard festhalten, der Pleitegeier einholen wird?
Wie auch immer, ich bin entäuscht. Entäuschte Gäste sind gefährliche Gäste. Zumal ich immer mit mir auch noch ein ganzes Trüpplein Freunde mitgebracht habe und es nun sicher nicht mehr tun werde.
Ein einfaches Gesetz, lieber Mann, welches du nicht begriffen hast: das von der Toleranz. Schade. Ich habe gedacht, dass das was du an Intoleranz erfahren hast, dich schlauer gemacht hätte. Ist aber nicht so.
Naja, es gibt ja auch noch andere Sonnenplätze, nicht wahr?

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von eeva

Herzqualitäten

Freitag, 29. Januar 2010 at 3:50 pm

Die Entdeckungen aus der Kardiologie, genauer aus der noch jungen Wissenschaft der Neurokardiologie, wonach im Herz ein Art von Hirn am Werk sein soll, sind nach wie vor bahnbrechend.
Eigenartig still bleibt es aber in den Medien zu diesem Thema.
Genauso eigenartig still, wie zu allen anderen immer häufiger auftretenden, ähnlich bahnbrechenden Forschungsergebnissen, wie die aus der Bioresonanz, der “neue” Medizin, der Psychosynthese und so fort.
Stattdessen werden wir bombardiert mit Informationen aus den Müll-Medien in Gratiszeitungen, Fernsehen und Computer um dann auf deren entsprechende Propaganda wunschgemäss zu reagieren, Meinung zu bilden, einzukaufen, Material anzuhäufen und unsere Persönlichkeit zu verkaufen, um immer gleicher zu werden, statt Vielfalt und Individualität in der Einheit zu leben…der Einheit des Herzens.
Es reicht schon, wenn der Mensch dafür einsteht, so zu arbeiten, wie es ihm Freude macht, wo seine Leidenschaft und Begabung wirklich gebraucht werden und den Herzensmut aufbringt, auf Unrecht zu reagieren.
Warum wir das alles geschehen lassen? Weil die Herzintelligenz geraume Zeit schon missachtet wird, sie hat den Platz einer Muse, bestenfalls, im Dienste des mittlerweile völlig kontrollsüchtigen, keinesfalls zum Wohle des Ganzen hin arbeitenden Kopfhirns. Wir stecken in einem Mindfuck-Programm fest, wonach nur anstrebenswert ist, was angehordet wird. Wonach nur enge und abstrakte Gesetze uns zu kultivierten Menschen machen sollen. Das Gegenteil ist der Fall. Der Mensch benimmt sich auf der Erde, als ob er eine zerstörerische Kreatur wäre. Es nützen alle Errungenschaften einer Gesellschaft nichts, wenn die Führungsstrukturen grausam gleichgültig sind. Kopf-Intelligenz ohne gleichwertige Zusammenarbeit mit der Herz-Intelligenz kippt in kalte Extreme. In der Tat geniale Extreme, aber eben Extreme. Trotzdem strebt jeder und jede nach denselben, was unweigerlich irgendwann zum Kollaps führt.
Die mangelhafte und sehr einseitige Kommunikation des Kopf-Hirn mit dem Herz-Hirn lässt den Menschen sich mangelhaft und einsam fühlen und er sucht in der Aussenwelt nach Ausgleich. Suchen-Sucht.
Das Drängen des Menschen sich global zu vernetzen, ist ein Zeichen der Zeit und als solches nicht negativ zu bewerten.
Es ist aber ebenso ein Zeichen der Zeit dies mit Herzintelligenz zu tun, weil das Gefühl des Gedrängtsein des Menschen ein Gefühl des Gedrängtsein des Planeten ist, auf dem er lebt.
Wir und der Planet sind ein Teil des selben Ganzen, Göttlichen. Die Zeichen des Göttlichen übertragen sich zuerst auf den Planeten und dann auf den Menschen. Wir entspriessen dem Planeten gewissermassen, somit sind wir Kinder des Planeten und nicht umgekehrt! Oder…? Was wissen wir schon…
Aber was wir sicher wissen, ist, dass wir an unseren selbstproduzierten unsinnigen Bergen von Müll kläglich ersticken werden, nicht nur im Materiellen sondern auch im Geistigen.
Und daran könnten wir etwas ändern!
Wir müssten dafür aber hinter die Illusion sehen können, dass irgendwer oder irgendetwas uns retten wird. Wir sind in Wahrheit alle Säuglinge an den Zapfstellen eines absolut zerstörerischen Systems.
Somit können wir, jede und jeder einzelne von uns, uns nur selbst retten, in dem wir anfangen klar zu beobachten, uns von Dingen abzuwenden, die wir gar nicht brauchen, obwohl es uns dringend empfohlen wird und neue, gesundende Gemeinschaften zu bilden. Ich wünsche euch allen viel Mut, Zivilcourage und aktive Herzintelligenz dazu.
Zögert nicht, neue Wege des Herzens zu begehen!

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von eeva
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