Felderforschung

Samstag, 11. Dezember 2010 at 5:49 pm

Neulich habe ich das jüngste Werk von Hans-Peter Dürr gelesen. Er ist Atom- und somit Quantenphysiker, das eine löst das andere ab. Zumal er deutlich darauf hinweist, das schon das Wort „Atom“ als solches irgendwie nicht stimmt, da sich der Kern auf kleinstem Raum, keineswegs als materiell bezeichnen lässt.

Neue Wörter müssen für neue Erkenntnisse heran, so sollte zum Beispiel, meint er, das Wort Atom ersetzt werden, durch das Wort Passierchen oder Wirk, weil es sich efektiv um ein Geschehen handelt. Um eine Überlagerung von verschiedensten Wellen, eine Verdichtung, die sich für unser kurzes Dasein und der entsprechend kleinen Weltsicht als konstant, stabil also materiell darstellt. Soweit, so hoffe ich, so begriffen.

Ich muss rechtfertigenderweise einwenden, dass mich die theoretische Physik nicht mal nur NICHT interessiert hat, sie war mir zuwider. Das Herumjonglieren mit Formeln war von jeher nicht so mein Ding. Trockener Unterricht und langweilige, langwierige Erklärungen gaben der Hoffnung auf doch noch Warmwerden dafür den Rest.

Umso mehr erfreuen mich die weitaus spannenderen Ausführungen der Quantenphysiker, die jelänger desto mehr die alten Spiritualitäten bestätigen.

In seinem Buch versucht H.P.Dürr klar zu machen, dass die Prägung und Erziehung des Geistes zur totalen Engsichtigkeit für die ökologischen und sozialen Notwendigkeiten, ein entsprechendes Umgebungsbild, eine Realität ergibt.

Das heisst, wenn wir eine sehr materielle Vorstellung der Dinge haben, also ihre Griffbarkeit, ihre Begrifflichkeit im Lichtwinkel haben, auch unsere äussere Umgebung entsprechend materiell ausgerichtet wird und uns dann natürlich erscheint, so wie sie ist.

Würden wir, mal rein theoretisch, unser inneres Weltbild vom losgelöst einzelnen Ding, (res, lat. Ding, Sache, daraus auch Rea-lität!) , weg zu mehr Achtung der Zusammenhänge wenden, also nicht das einzelne Ding, sondern das Ding in seiner Beziehung zu anderen Dingen betrachten, würde unsere äussere Umwelt sich radikal verändern.

Schon längst haben die Entdeckungen aus der Quantenphysik unseren Alltag in vielen Bereichen übernommen..

Mobiltelefone, Computer, Mikrochips, etc. sind absolut normale Gebrauchsgegenstände geworden, die gar nicht mehr wegzudenken sind. Aus der ehemaligen Technik wurde moderne Technologie.

Regierungen und Gesellschaften funktionieren aber immer noch nach den alten physikalischen Gesetzmässigkeitsvorstellungen, das heisst wir denken und fühlen noch wie vor hunderte von Jahren. Deutlich weißt Dürr darauf hin, dass durch diese Kluft riesige ökologische, gesellschaftliche und soziale Probleme entstanden sind, die wir nicht mehr mit den alten, gängigen Methoden bewältigen können.

Ein Öffnen auf ökologischer und gesellschaftpolitischer Ebene für das neue, und doch so alte Wissen ist von Nöten! Quante heisst Feld.

Da muss man gar nicht so haargenau über die Quantenphysik im theoretischen Sinne Bescheid wissen, sie lässt sich für uns eher erfühlen und durch Kunst, Literatur und Philosophie erkunden.

Lasst uns unsere Felder wieder im Einklang mit der Erde einstimmen!

Wir brauchen dafür Humor, nicht Zynismus. Hoffnung, nicht schulterzuckender Fatalismus.

Menschliche Kommunikation, nicht hetzerisch-seperatisierende Hassparolen.

Lustvolle Neugier, nicht resignierter Egoismus.

Der einzige, ja wirklich der einzige Grund der uns hindert, endlich richtige Menschen mit all den gottgebenen und so lange Zeit ungenutzten Qualitäten zu werden, ist die Angst.

Angst entsteht aus der Entwurzelung von der natürlichen Umwelt und dem Verlust des Glaubens an sich selbst, oder besser, an seine Seele.

Meine Tochter hat dazu nur gemeint: Ich will auch endlich mal fliegen!

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von eeva

„Schäm taman oder Hasab  Hafak?“ Marokko, live!

Donnerstag, 21. Oktober 2010 at 10:57 pm

Dieser Reisebericht enstand aus dem Verarbeitungsprozess meines Sohnes Janne Wetzel während einer gemeinsamen Woche in Marokko! Viel Vergnügen!

Schäm taman oder Hasab  Hafak?

Nach nun dem 3. Tag in Marokko und der Überwindung von etwa 126 (!) Kulturschocks, befand ich mich in einem, nennen wir es maroden , klapprigen Taxi (einem uralten Mercedes) und dies zu sechst. Nicht ganz erwartet, regnete es seit zwei Tagen und dies auch im Inneren des Taxis! Sehr unterhaltsam war der Scheibenwischer  welcher wichtig aussehend vor der Scheibe wedelte, diese aber kaum berührte und folgerichtig dem Fahrer eigentlich nebst dem Regen eine weitere Sichtbehinderung an der Scheibe beschährte. Der werte Herr fuhr mit 100 über die Ruckelpiste und es stank nach Benzin und Gummi. weiter lesen »

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von eeva

In eigener Sache

Montag, 12. Juli 2010 at 12:09 am

Ja, ich bin ein grundsätzlich glücklicher  Mensch, in grossen Teilen eins mit mir, liebe mein Zuhause, mag die Menschen, die hier ein und ausgehen, liebe meine Arbeit, liebe die Kids….

Wenn da nicht der grosse goldene Drachen wäre….

Er ist mir vor Jahren in einem von Friedrich Nietzsches alten Büchern erschienen und hat mich augenblicklich zutiefst beeindruckt.

Im eigentlichen Sinn des Wortes: Ein Druck.

Der Drache ist riesig, furchteinflössend schön und hat ganz viele kleine goldene Schuppen und auf jeder dieser Schuppen ist eingraviert: „DU SOLLST!“ Das war früher….

Heute, im Zeitalter der vermeintlichen Freiheit und Individualität wird die Gravur auf den Schuppen des Drachen vermutlich im Konjunktiv schillern: „DU SOLLTEST…“.

Möchtest du teilhaben an der furchteinflössenden Schönheit des Drachen, musst du dir den Be-sitz einer goldenen Schuppe sichern: PRIVAT (lateinisch: Privatus=Geraubt!) und dann geht’s los:

Du SOLLTEST  haben! Nämlich das was du nicht hast. Du bist immer zu wenig, denn du SOLLTEST schon das sein, was du nicht bist. DU SOLLTEST schöner sein, erfolgreicher sein, ein besserer Liebhaber sein, mehr Geld haben, mehr Reisen, mehr….du bist niemals genug…

Ein Rad dreht sich in unseren Gedanken, welches nur die Vermehrung der Grundbedürfnisse im Sinn hat, keineswegs das Wachsen darüber hinaus.

Es ist die Schwingung dieses Drachen, die uns ergreift. Wir werden geblendet von den goldenen, leuchtenden Schuppen, glauben der Gravur und strengen uns wahn-sinnig an, um das „ Du SOLLTEST“ zu befriedigen und so die Illusion mit zu nähren, ein Teil des goldenen Drachen zu sein.

Seine Gegenwart ist überall spürbar, seine Ausdünstung enorm.

Und er tötet. Er ist ein Reptil, kalt und unberechenbar, er will fressen und einverleiben, angreifen und verteidigen.

Er lebt von unserer geblendeten Hingabe, unserer Aufmerksamkeit und unserer Energie, die wir ihn in investieren.

Es ist aber alles nur in unserem Kopf. Auch der Drache. Er exisistiert nur durch das Feld, welches wir nähren.

Er ist eine Illusion, eine sich selbständig gemachte, riesige, erfundene Kreatur.

Also, was tun, um ihm zu wiederstehen, oder noch besser, ihn nicht mehr so wichtig sein zu lassen?

Wir sollten uns unserer alten Drachen besinnen, die durchaus noch heute , wie zum Beispiel in China ihre Wirkung ausbreiten. Sie sind wild, frei, schillernd und individuell und stehen symbolisch für Glück, Liebe, Frieden, Freiheit und….. für das Kindliche in uns. Wo sie zu finden sind?

Auch in euren Köpfen und im Sehnen eures Herzens. Nur eine Frage des Blickwinkels.


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von eeva

Ein Plädoyer für die Sehnsucht und fürs Herz

Sonntag, 27. Juni 2010 at 9:48 pm

Wir alle kennen die Sehnsucht. Sie ist das grosse Bestreben des Menschen zu transzendieren, mehr zu werden, über sich hinauszuwachsen. Die Bemühungen sind manigfaltig, die einen versuchen sie mit materiellen Gütern, andere über die Sexualität, Partner, Kinder, Reisen, Religion, etc. zu befriedigen. Mit bedingtem Erfolg. Diese Dinge sind lediglich Anreiz auf dem Weg, nicht die Vollendung.

Die Sucht im Wort „Sehnsucht“ oder auch im Wort „versuchen“, zeigt, dass das Wort Sehnen auf der Strecke bleibt um sich danach sehr schnell wieder zu melden, nur um wieder durch Sucht vorübergehend stillgelegt zu werden. Es ist ein teuflischer Kreislauf, ein Treten an Ort und Stelle, logisch stellen sich nach einer Weile frustrierende Gefühle, oder auch Resignation ein!

Was genau strebt also die Sehnsucht im Menschen wirklich an? Vielleicht eher ein Näherkommen zu sich selbst, eine Art von Heimkommen in seinem eigenen Universum? Gewissermassen ein sehnsüchtiges Finden? Sobald nämlich dünkt mich, das Finden anfängt, öffnet sich das eigene Universum und wir finden noch viel viel mehr!

Ich empfehle in diesen Zeiten Freundschaft und Austausch. Liebevolles Wissen drum, dass jeder zu seinem Universum kommen kann, wenn er sein Herz fragt. Genügsamkeit auf gesellschaftlicher Ebene ist angesagt, nicht durch mühsames Erzwingen, sondern um das Gewaltfeld zu verlassen und ins Feld der Liebe und wahren lustvollen Zusammenarbeit einzutreten.

Man glaubt kaum, wie viel Spass, Freude und Action zu erleben ist, ohne dass wir viel Geld, Platz oder Technik dafür brauchen. Zeit und Aufmerksamkeit reichen.

Der Sitz des Sehnen ist seit ewigen Zeiten das Herz, darum liegt hier auch die Pforte zu unserem eigenen hochgradig interessanten Universum.

Freundschaft ist als Einladung in des anderen Universum anzusehen, als Austausch um sein eigenes zu erweitern, weil alles schon da ist und lediglich gefunden werden muss. Freundschaften sind Taschenlampen für unser eigenes Universum, um auch die hintersten und dunkelsten Orte in uns zu erforschen.

Es ist alles in unseren Köpfen (mindfucking-program!), die Evolution regiert nicht über uns, wir gestalten sie mit. Die Schöpfung hat uns kreiert und wir beeinflussen durch unser Handeln wiederum die Schöpfung. Wenn wir bloss erkennen könnten, dass wir Götter und Göttinen sind!  Wir brauchen eigentlich keine wirkliche Führung, sie liegt in uns drin. Warum glauben wir der Stimme, die uns sagt, dass wir nichts sind ohne Geld, Ansehen, Aussehen, etc.? Wir sind ein Universum perfektfunktionierender Abläufe und Zusammenarbeiten in uns drin und somit vollständig und ganz, genau so wie wir sind, es fehlt nichts! Es ist alles wichtig und richtig so wie es ist.

Ein Ratschlag an die Menschen, der im Moment so von höheren Spären ruft:

Dringend Integrieren statt Separatisieren und das auch noch mit Feingefühl, so dass jeder Kreatur so einigermassen wohl ist!

Schwierig oder sogar unmöglich? Mitnichten!

Schwierig sind nur wir selber, weil wir das Problem ausschliesslich mit den Köpfen lösen wollen. Es ist aber das Herz, dass hier die Richtung angibt.

Das Herz verzeiht und versteht immer, ausser es wird durch den Intellekt daran gehindert. Dann leidet es und hält die Klappe, bis es früher oder später aufgibt, versteinert oder zusammenbricht und den Rest des Menschen dabei hinterherzieht.

Angesichts der globalen Krisen, die schon stattgefunden haben, gerade stattfinden oder noch stattfinden werden, ist es aber eine wirklich massgebliche Aufgabe aller Menschen, das Herz endgültig wieder vollständig einzubeziehen und aktiv an der Gesellschaft teilnehmen zu lassen, statt es in den Privatbereich zu schieben.

Wer dazu noch mehr wissen will, hier eine kleiner Einblick in Methoden, dem Herz wieder deutlichere Aufgaben zukommen zu lassen! Good luck!

http://www.coherence-cardiaque.ch/herzintelligenz.php

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von eeva

In der Mitte

Freitag, 28. Mai 2010 at 9:14 am

„Da stehen die, die woanders keinen Platz gefunden haben oder zu faul sind, von da wegzugehen, wo man sie abgestellt hat. Von dort aus frönen sie der Ausgewogenheit und der gemässigten Anschauung, Fortschritt und Wachstum im Sinn, Ordnung und Besonnenheit im Herzen und derbe Kost im Bauche.

Und sie kämpfen für die Freiheit, und zwar für die, die s i e meinen. Die Mitte, das ist der Platz des ewigen Enkels, ein wahrhaft öder Ort, aber von anheimelnder Belanglosigkeit.“

Das Textlein ist nicht von mir sondern von Ulrich Roski, aber ganz in meinem Sinne!

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von eeva
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