{"id":192,"date":"2013-01-07T20:05:08","date_gmt":"2013-01-07T18:05:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.szeszak.ch\/wordpress\/?p=192"},"modified":"2013-01-08T21:10:42","modified_gmt":"2013-01-08T19:10:42","slug":"stille-im-bildungsland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.szeszak.ch\/?p=192","title":{"rendered":"Stille im Bildungsland"},"content":{"rendered":"<p>Die Landschaft in der Bildung hat sich in den letzten Jahren fast unbemerkt, ob der ganzen faszinierenden Neuerungen auf dem Gebiet der Technologie, genauer Computer-Technologie, drastisch ver\u00e4ndert. Scheint logisch, k\u00f6nnte man meinen, wenn nicht die Richtung so bedenklich w\u00e4re.<br \/>\nDas vertrauensvolle Wissen \u00fcber die naturgegebene menschliche Lust am Lernen ist einer \u00dcberpr\u00fcfung des Lernens im fr\u00fchesten Alter gewichen, einer Wertung des menschlichen Seins auf allen Ebenen.<br \/>\nErziehende werden angehalten, in verschiedenen Kategorien zu werten und in gut und schlecht einzuteilen.<br \/>\nWir sollten es besser wissen, hatten wir doch mit den 68ern eine klare Neudefinition der Erziehung erfahren, Es gibt genug erziehungswissenschaftliche Literatur aus den Gebieten der Entwicklungspsychologie, der Hirnforschung und der Herzintelligenzforschung.<\/p>\n<p>Die Wichtigkeit einer menschlich-nat\u00fcrlichen Motivationsentwicklung ist absolut zu beachten. Kinder sind grunds\u00e4tzlich begeisterungsf\u00e4hig. Sind sie es nicht mehr, l\u00e4uft etwas schief.<br \/>\nAls am Elternabend der Schule unserer Tochter der neue Sozialkompetenz-Beurteilungsbogen f\u00fcr die Sch\u00fcler vorgestellt wurde, fragte ein Vater, ob es denn auch einen Sozialkompetenzbogen f\u00fcr Lehrer gebe, den die Sch\u00fcler ausf\u00fcllen d\u00fcrfen, anonym versteht sich.<br \/>\nGab es nat\u00fcrlich nicht. Lehrpersonen m\u00fcssen nicht einmal obligatorisch in eine Supervision, obwohl wir wissen, dass die heutige Schule einer riesigen Baustelle gleicht und die Unsicherheiten gross sind.<br \/>\nWir Menschen haben die Umwelt im rasenden Tempo ver\u00e4ndert und es sind andere Kinder daraus entwachsen, darauf m\u00fcssen wir reagieren, und beobachten, welche neue F\u00e4higkeiten und Talente sie mitbringen. Vielleicht k\u00f6nnten wir ja sogar was lernen dabei!<br \/>\nLernende und Lehrer tauschen gewissermassen aus und bereichern sich dabei! Schluss mit dem allwissenden One-Way-Lernweg!<br \/>\nWir versuchen die Welt nach Regeln der Vergangenheit zu handhaben und befinden uns schon l\u00e4ngst im Schnellzug der Zukunft!<br \/>\nDie wichtigsten Komponenten sind Kreativit\u00e4t und Ausdrucksf\u00e4higkeit, Spontanit\u00e4t und Flexiblilit\u00e4t! Nicht zu viel Vorgekautes, lassen wir die Kinder selbst denken!<br \/>\nWir k\u00f6nnen nicht mehr unsere Erfahrungen so einfach auf die Kinder \u00fcbertragen, da wir ihre heutige Erlebniswelt gar nicht mehr genau kennen.<br \/>\nOder wer spielt schon als Lehrperson mal begeistert ne Runde Mario Kart, (was noch die harmloseste Spielbesch\u00e4ftigung der Jungen ist!), oder tanzt ausgelassen zu Techno? Oder versucht nach drei Pr\u00fcfungen bis in die Nacht Theaterproben durchzustehen und das auch noch mit Begeisterung?<br \/>\nWas wir tun k\u00f6nnen, ist die Themen und Gef\u00fchle der Jungen zu nehmen und sie in ein kreatives Ausdrucksfeld zu stellen. Und uns gleich mit rein.<br \/>\nDas braucht Zeit, gewiss. Aber ist es nicht genau das, was wir bejammern zu wenig zu haben? Und wer bitte gibt sie uns, wenn wir sie uns nicht selbst nehmen? Wer diktiert uns das Tempo vor und ist es wirklich gesund?<br \/>\nEiniges spricht dagegen. Es scheint eher so, dass wir uns nicht auf Regierungen verlassen, also die Einzigen sind, die verlangsamen k\u00f6nnen. Dann m\u00f6gen wir n\u00e4mlich auch l\u00e4nger.<br \/>\nBeim Langsamwerden sollte dann statt dessen Beobachtung (ohne Notizettel in der Hand!), Freude, Liebe und Behutsamkeit einfliessen.<br \/>\nDas heisst keineswegs, keine Rolle mehr zu spielen, keine nat\u00fcrliche Autorit\u00e4t mehr zu haben, oder kein System mehr zu vermitteln. Es heisst, das System nach den Kindern auszurichten, wieder etwas mehr seine Sinne und Instinkt mit einzubeziehen. (Mutter Erde heilt sich schon seit Jahrmillionen st\u00e4ndig selbst, warum soll sie nicht auch neue Menschen kreieren, die bei der Heilung behilflich sein k\u00f6nnen?)<br \/>\nDie L\u00f6sung w\u00e4re wahrscheinlich,\u00a0 liebevoll sein eigenes, mitunter verletztes inneres Kind hervor zu holen, zu heilen und wieder lustvoll mitarbeiten -spielen zu lassen an dem wundervollen Abenteuer \u201eLeben\u201c!<\/p>\n<p>In dem Sinne w\u00fcnsche ich euch allen viel Erfolg dabei und ein spielerisches, liebevolles 2013!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Landschaft in der Bildung hat sich in den letzten Jahren fast unbemerkt, ob der ganzen faszinierenden Neuerungen auf dem Gebiet der Technologie, genauer Computer-Technologie, drastisch ver\u00e4ndert. Scheint logisch, k\u00f6nnte man meinen, wenn nicht die Richtung so bedenklich w\u00e4re. 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